3 Kunstberichte, für die es sich lohnt, Ihre Zeit zu verbringen

Es gibt viele Kunstberichte, die Einblicke in die Kunstszene geben. Sie unterscheiden sich in Umfang und Inhalt und einige von ihnen sind deutlich erfolgreicher als andere. Ich habe sie alle mehr und weniger zufrieden durchlaufen. Damit Sie wertvolle Zeit sparen können, werde ich die drei Berichte hervorheben, über die Sie Bescheid wissen müssen.

Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die Berichte, die zusammen mit ihren wichtigsten Ergebnissen tatsächlich einen Mehrwert bieten.

Der Hiscox Art Report 2017: Der Online-Kunstmarkt

Gesamtbewertung: ★★★★ (von 5)

Quelle: https://www.hiscox.co.uk/online-art-trade-report/

Schwerpunkt: Die Trends des Online-Kunstmarktes (Kunstplattformen, Galerien und Kunstkäufer)

Stärken: Leicht zu verstehen, großartige Infografiken und transparent in ihren Methoden.

Schwächen: Der Bericht basiert auf Antworten einer kleinen Gruppe von Befragten.

Wichtigste Ergebnisse:

  1. Online-Kunstmarktverkäufe steigen trotz Verlangsamung des globalen Kunstmarktes. Der Online-Kunstmarktumsatz erreichte geschätzte 3,75 USD (der Online-Kunstmarkt hat einen Anteil von 8,4% am gesamten Kunstmarkt).
  2. Zögernde Kunstkäufer sind nach wie vor nicht davon überzeugt, Kunst online zu kaufen. Die Konvertierung von Online-Kunstkäufern bleibt das dritte Jahr in Folge unverändert, was darauf hinweist, dass der Online-Kunstmarkt möglicherweise Schwierigkeiten hat, eine ausreichende Anzahl zögernder Kunstkäufer zu konvertieren. Die gute Nachricht ist jedoch, dass bestehende Online-Kunstkäufer in den letzten 12 Monaten noch mehr Kunst erworben haben.
  3. Vertriebskanäle von Drittanbietern werden immer beliebter. 49% der Galerien, die Kunst online verkaufen, geben an, dies über Online-Plattformen von Drittanbietern zu tun.
  4. Der Online-Kunstverkauf wird von Stücken dominiert, deren Preis unter 5.000 US-Dollar liegt.
  5. Instagram überholt Facebook als bevorzugten Social-Media-Kanal für die Kunstwelt. Instagram hat sich zum wichtigsten Social-Media-Kanal der Kunstwelt entwickelt. 57% der befragten Kunstkäufer gaben an, dass dies die am häufigsten genutzte Social-Media-Plattform ist (gegenüber 48% im Jahr 2016 und 34% im Jahr 2015).
  6. Social Media wird für Galerien und Händler immer wichtiger. 91% der befragten Galerien gaben an, soziale Medien aktiv zu nutzen, um für ihre Galerie und ihre Kunst / Künstler zu werben.
  7. Die Hauptanliegen zögernder Online-Kunstkäufer sind: 1) mangelnde physische Inspektion 2) weitere Informationen erforderlich 3) Schulung der Käufer 4) Preistransparenz 5) menschliche Interaktion 6) Kundenbewertungen und Feedback und 7) Rückgabegarantien.

TEFAF Kunstmarktbericht 2017

Gesamtbewertung: ★★★ (von 5)

Quelle: https://artlandapp.com/wp-content/uploads/2017/01/TEFAF-Art-Market-Report-20173.pdf

Schwerpunkt: Der globale Kunstmarkt im Allgemeinen.

Stärken: Gibt einen detaillierten Überblick über den Kunstmarkt im Allgemeinen und die geografischen Unterschiede.

Schwächen: Es ist schwierig, einen schnellen Überblick und zu viel Text zu erstellen, um die gleichen Dinge zu erklären.

Wichtigste Ergebnisse:

  1. Ein Blick auf den Kunstmarkt im Jahr 2016 zeigt wechselnde Märkte und wechselnde Geschmäcker: Der europäische Markt wuchs, der amerikanische Markt ging zurück und der asiatische Markt war stabil mit einem hohen Wachstum außerhalb Chinas. Die Kunstpreise sind stabil.
  2. Während Auktionshäuser ihre Kundschaft an Kunsthändler verlieren, war das Auktionswachstum in ganz Asien robust, obwohl China immer noch fast 90% des asiatischen Auktionsumsatzes ausmacht. Das Wachstum auf dem kontinentaleuropäischen Auktionsmarkt spiegelt die allgemeine Gesundheit in der Region wider.
  3. Käufer schätzen die Unterstützung, Transparenz und Diskretion, die Händler und Galerien bieten. Die Händlerverkäufe machen nun 62,5% der weltweiten Kunstverkäufe aus. Reputation ist alles: Kunstmessen bleiben ein wichtiger Kanal für die Kundenbeziehungen, und über 70% der Händler geben an, aktiv eine starke Arbeitsmoral ihrer Mitarbeiter zu fördern.
  4. Die globalen Kunstpreise blieben trotz Marktveränderungen gesund. Der starke Dollar wirkte sich negativ auf die internationalen Verkäufe aus den USA aus
  5. Europa ist der weltweit größte Exporteur von Kunst und Antiquitäten. Die Verlangsamung der Handelsraten nach Hongkong zeigt einen Rückgang der chinesischen Importe.

Der Global Art Gallery Report

Gesamtbewertung: ★★★★ (von 5)

Quelle: http://uk.phaidon.com/promo/artgalleryreport2016/

Schwerpunkt: Wie viele Kunstgalerien gibt es weltweit? Wie viel Umsatz machen sie? Wie viel Gewinn erwirtschaften sie? Wie viele jährliche Ausstellungen organisieren sie? Wie viele Mitarbeiter arbeiten in Kunstgalerien? Was sind die profitabelsten Sektoren? Und welche Rolle spielen Kunstmessen für internationale Galerien?

Stärken: Leicht zu verstehen und tolle Infografiken. Erste einer Art.

Schwächen: Es ist nicht transparent, wie die Daten gesammelt werden.

Wichtigste Ergebnisse:

  1. Es gibt rund 19.000 Galerien in 124 Ländern in 3.533 Städten weltweit.
  2. Die USA, Großbritannien und Deutschland haben die aktivsten Kunstgalerieszenen. Sie machen mehr als 50% aller existierenden Galerien aus.
  3. New York, London und Berlin sind die drei Städte mit der weltweit höchsten Anzahl an Galerien.
  4. Schwellenländer müssen in diesem Markt noch eine Rolle spielen. In Europa und den USA befinden sich 83% aller Galerien weltweit.
  5. Galerien sind schlechte Einnahmezentren. Insgesamt erwirtschaften 55% aller Galerien einen Umsatz von weniger als zweihunderttausend Dollar pro Jahr. Nur 16% überschreiten die Millionen-Dollar-Marke.
  6. 30% aller Kunstgalerien sind ratlos. Nur 18% erzielen eine Gewinnspanne von über 20%.
  7. Standort ist wichtig. 22% aller Galerien in den USA und Großbritannien erwirtschaften einen Umsatz von über einer Million Dollar, verglichen mit nur 7% in Deutschland. Ihre Gewinnzahlen sind ebenfalls viel stärker: Nur 29% in den USA und 23% in Großbritannien weisen ein Defizit auf, verglichen mit 34% in Deutschland.
  8. London gewinnt. Es hat die höchste Anzahl an Galerien mit einem Umsatz von über 5 Millionen US-Dollar und die höchsten Gewinnspannen. Berlin ist das schwächste.
  9. 93% aller Galerien beschäftigen sich mit zeitgenössischer Kunst; nur 5% beschäftigen sich mit moderner Kunst; 78% beschäftigen sich mit nichts anderem als zeitgenössischer Kunst.
  10. Galeristen fürchten Künstler als Konkurrenten. Sie rangieren sie auf dem dritten Platz.
  11. Galerien sind von kurzer Dauer. Fast die Hälfte aller Galerien wurde nach 2000 gegründet, und nur 7% wurden seit mehr als 35 Jahren gegründet.
  12. Die häufigsten Besucher einer Galerie sind Kunstbegeisterte, die Kunstwerke besichtigen, oder die Eröffnungsmenge, die aus sozialen Gründen eine neue Ausstellung besuchen. Keine Gruppe kauft.
  13. Der häufigste Käufer ist der Kunstliebhaber, der eine Leidenschaft für Kunst hat, anstatt sie als Investition zu betrachten. Der nächst wertvollste Kunde ist der Einmalkäufer, der mit einem dekorativen Ziel kauft.

Über mich

Ich bin Kunstliebhaber, Kunstsammler und Unternehmer. Ich war Mitbegründer von ARTLAND, der führenden Kunstsammlerplattform in den nordischen Ländern. Ich spreche jeden Tag mit Kunstliebhabern, Kunstsammlern, Galeristen und Kuratoren und widme mein Leben dem Verständnis der Dynamik hinter ihren Motivationen und Bedürfnissen. Ich habe jeden einzelnen Kunstbericht zehnmal durchgesehen und wir führen regelmäßig Berichte und Benutzerfeedbacks für unsere +10.000 Benutzer in ARTLAND durch. Ich treibe Daten an, um einen Unterschied in der Kunstwelt zu machen. Ein Unterschied, der es der jungen Generation leichter macht, sich mit Kunst auseinanderzusetzen und ihr Leben zu beeinflussen.

Laden Sie die ARTLAND App HIER herunter. Website: www.artlandapp.com