Veröffentlicht am 08-09-2019

Eine bunte Symbiose zwischen Film und Kunst

Zur Feier der 70. Ausgabe der Filmfestspiele von Cannes haben wir mit dem Kunstsammler Claus Bush Risvig darüber gesprochen, wie das Kino ihn inspiriert und welcher von Pedro Almodovars Filmen den größten visuellen Eindruck auf ihn gemacht hat.

Was ist dir wichtig, wenn du ins Kino gehst?
Ein befriedigendes Filmerlebnis geht über die reine Unterhaltung hinaus und sollte inspirieren. Sowohl auf intellektueller Ebene, als auch visuell, wie Sie die Welt um sich herum wahrnehmen. Ich mag besonders Almodovars geschickten Umgang mit Farben, um die Dynamik der Geschichte zu unterstützen. Dies ist für mich sehr wichtig.

Welcher von Almodovars Filmen hat Sie visuell am meisten beeindruckt?

Julieta (2016)
‘Julieta’ ist ein wunderschöner und herzzerreißender Film, den man fast ohne Ton sehen und trotzdem nur anhand der Farben und der Komposition vollständig verstehen kann.

Julieta x Vilhelm Hammershoi

Die Haut, in der ich lebe (La piel que habito, 2011)
"Die Haut, in der ich lebe" war in Bezug auf die Farbe eines Almodovar-Films vielleicht etwas untypisch, aber die subtileren Töne passten perfekt zu der Geschichte und den Charakteren.

Die Haut, in der ich lebe x Franz Kline

Sprich mit ihr (Hable con ella, 2002)
Ich war besonders angetan von den Szenen, in denen Lydia die Matador im Ring war. Die Farbtöne und die Komposition spielten wirklich gut mit der Intensität und Anmut der Szenen.

Sprich mit Her x Pablo Picasso

Alles über meine Mutter (Todo sobre mi madre, 1999)
Ich war schon immer ein Fan von Wes Andersons visueller Arbeit, daher sprach mich natürlich Almodovars "Alles über meine Mutter" mit seiner staubigen 70er-Jahre-Farbpalette an.

Alles über meine Mutter x Hilma af Klint

Über die Filmfestspiele von Cannes
Die Jury des 70. Festival de Cannes setzt sich aus Pedro Almodovar als Präsident, Maren Ade, Jessica Chastian, Fan Bingbing, Agnes Jaoui, Park Chan-Wook, Will Smith, Paolo Sorrentino und Gabriel Yared zusammen.

Lesen Sie hier mehr über die Filmfestspiele von Cannes.

Über Claus Busch Risvig
Was 2009 als aufkeimendes Interesse begann, ist ein fester Bestandteil von Claus Busch Risvigs Leben geworden: das Sammeln von Kunst. Aus Neugier sucht der dänische Sammler ständig nach neuen aufstrebenden zeitgenössischen Künstlern. Ob in der virtuellen Sphäre oder im realen Leben, auf einer kleinen lokalen Pop-up-Ausstellung oder auf einer der etabliertesten Kunstmessen von heute, Claus glaubt an Kunst als Mittel, um den Status Quo sowohl in seinem eigenen Leben als auch in Frage zu stellen wie in der Gesellschaft insgesamt.

Claus Busch Risvig ist seit Oktober 2016 als Community Manager bei Artland tätig. 2016 war er Kurator der CODE Art Fair, der ersten internationalen Kunstmesse in Skandinavien, die im August 2016 stattfand. Im August 2017 waren Teile seiner Die Sammlung wird zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit Huset for Kunst og Design, Holstebro, Dänemark, öffentlich ausgestellt.

Weitere Künstler- und Kunstsammlerinterviews finden Sie in diesem Interview unter http://artlandapp.com

Siehe auch

Die Zukunft der AnimationssoftwarePunchline sucht Witz: Silvester in Marfa, TexasRussische AvantgardeÜber Gamut Masking auf Digital PaintingEine brillante Lektion, um im Leben glücklich zu seinIch kann (nicht) zeichnen!