Veröffentlicht am 11-09-2019

Der Teufel in unserem Kopf

Die Folklore lässt uns glauben, dass der Teufel die dunkelsten Gruben der Hölle regiert, die Menschen zur Sünde verführt und sie dann dafür leiden lässt. Diese böswillige Figur wird oft von roten Flammen umgeben dargestellt, mit brennenden Augen, zwei Hörnern und einer Heugabel. Die Geschichte sagt uns, dass der Teufel das krasse Gegenteil von Gott ist. Böse zu seinem Guten, gnadenlos zu seinem Vergeben, Meister der Lüge zu seinen Worten der Wahrheit.

Es gibt keine größere Bedrohung im katholischen Haushalt als die schaurige von "The Devil". Meine Mutter brachte mich oft dazu, ihr mit Redewendungen wie "Der Teufel beobachtet dich" oder "Versuch den Teufel nicht" zu gehorchen. Warum fürchten wir uns so vor einer Figur, die wir noch nie gesehen haben oder von der wir keine Beweise haben? Ist es eine religiöse Propaganda, die so tief in uns verwurzelt ist, dass wir es nicht anders können, als es ängstlich zu respektieren, oder steckt mehr in der Geschichte, als wir tatsächlich realisieren? Arbeitet der Teufel daran, diese Angst in uns zu stecken, um sich selbst stärker zu machen? Haben wir Angst vor Satan, weil wir tief im Inneren wissen, dass wir selbstsüchtige, schlechte Menschen sind und tatsächlich überrascht sind, damit durchzukommen? Wir haben verstörende Gedanken, wir tun Dinge, von denen wir wissen, dass sie falsch und ungerecht sind. Ist es überraschend, dass wir erwarten, dass die Hand der Gerechtigkeit in Form von Satan auf uns zukommt? Wie viele von uns befolgen die Regeln unserer Religion nur aus Angst vor dem Zorn der Teufel und nicht wegen ihres Glaubens an Gott selbst?

Nach der Bibel wird der Teufel als einer bezeichnet, der den Tod in die Welt gebracht hat. Ist es dann die Angst vor dem Tod, die wir uns fürchten, und nicht die hässliche Kreatur, von der uns das Bibelstudium oft erzählt? Einige glauben auch, dass Menschen von Natur aus für ihre eigene Erlösung verantwortlich sind. Wäre der Dämon dann in uns, ein Teil von uns, und nicht der Herrscher einer anderen Dimension, die wir Hölle nennen?

Angst ist auch eine Form der Kontrolle, die von religiösen Führern, Politikern und sogar Eltern weit verbreitet ist. Vielleicht ist der Teufel nichts anderes als eine metaphorische Figur, um sich selbst zum Herrscher und zum Feind zu machen. Wie viel würden wir tatsächlich erreichen, ohne dass diese Angst uns in Schach hält, und wie viel würden wir zerstören?

Die Religion gibt uns viel Glauben, Werte und Hoffnung. Es gibt uns auch viel zu überlegen, viel zu hinterfragen und viel zu fordern. Ist alles nichts als eine Metapher für etwas Größeres? Betrachten wir die Dinge zu wörtlich? Sogar Jesus sprach in Gleichnissen, es ist möglich, dass alles, was wir in unseren Büchern lesen, nicht wörtlich genommen wird, sondern als moralische oder spirituelle Lektion.

Was ist, wenn der Teufel unsere eigenen Gedanken und die Gedanken anderer wie wir sind? Was ist, wenn 3 Uhr morgens nicht die Stunde des Teufels ist, sondern die Stunde, in der die meisten ungerechten Taten begangen werden? Ist das nicht das Gegenteil der Stunde, in der Jesus starb, um uns Frieden zu bringen? Was ist, wenn 666 nichts anderes ist als der minderwertige, unvollständige Weg zur Zahl 7, auch bekannt als die Heilige Zahl? Bedeutet das, dass etwas, das als 666 bekannt ist, nicht dem entspricht, was wir für richtig oder perfekt halten?

Die Wahrheit ist, wir werden es nie erfahren. Das Beste, was wir tun können, ist, unseren Geist für Möglichkeiten zu öffnen und ihn irrationalen Ängsten auszusetzen.

Siehe auch

Was ist passiert, als ich versucht habe, das Malen aufzugeben?Sie können in jedem Bereich und bei jedem Projekt einen Unterschied machen: Mit Russell PowellWie ein Handyspiel mich daran erinnerte, an mich selbst zu glaubenDas weibliche Künstlermodell: Malice In WonderlandUltraviolettes Essen? Dieser markante Designtrend ist allgegenwärtigDer Verkauf von Forever Rose findet weltweite Beachtung in den Medien